Über die Autorin
Hinter dem klangvollen Namen Lena Bloom verbirgt sich eine promovierte Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin. Sie möchte mit ihrem Kriminalroman Menschen anregen, die beschriebenen Stätten kennenzulernen, oder wenn es sich mehr um das einheimische Publikum handelt, wieder zu entdecken.
Inhalt
An einem Septembermorgen entdeckt eine alte Dame neben dem Grab der Patrizierfamilie Paumgartner einen kauernden Mann. Aus seiner Stirn ragt ein riesiger Nagel - so wie aus dem Totenschädel unter dem Epitaph des Paumgartner-Grabes. Eine makabre Inszenierung, deren Hintergründe Johanna Uhl herausfinden will. Diese Suche wird nicht leicht, besonders, als die erschreckenden Vorlieben des Opfers zu Tage gefördert werden.
Meine Meinung
Ich habe das Buch von einer netten Eule ausgeliehen bekommen :wave, hatte es aber schon lange im Visier. Allerdings hatte mich bislang der hohe Preis - vor allem bei einer mir absolut unbekannten Autorin - abgeschreckt.
Alles in allem ist das Buch gut lesenswert - wäre mir aber die EUR 13,40 denn doch nicht ganz wert gewesen, denn es hat seine Schwächen.
Gleich zum Einstieg habe ich mich über eine schlecht recherchierte oder vielleicht auch nur schlampig/höchst unrealistisch geschriebene Szene geärgert:
Das war aber nur eine Kleinigkeit...
Die Stärken des Buches sind auch gleichzeitig seine Schwächen. Sehr detailliert beschreibt die Autorin Orte in Nürnberg und Umgebung, vor allem auf dem Johannisfriedhof, der in dem Buch eine große Rolle spielt (und auf dem ich noch nieeeee war. Schande über mich!). Manchmal geht es aber mit ihr durch und sie schreibt einfach zu sehr detailverliebt, oder wenn es um die mögliche "Mordwaffe" geht, einfach zu belehrend.
Die Entwicklung, die das Ganze nimmt, ist recht interessant und von Seite zu Seite steigt die Anzahl derer, die ein gutes Motiv hätten, das Opfer zu töten. Und ich muß sagen... DEN hätte ich auch gemeuchelt.
Die Richtung, die das Buch letztendlich nimmt
So ganz hat mich die Lösung des Falles aber nicht überzeugt - das war denn doch ein wenig zu konstruiert. Aber ich kann nicht mehr dazu sagen, ohne wirklich zu viel zu verraten.
Dennoch fand ich das Buch ganz lesenswert, flüssig geschrieben und man hat zu einigen Protagonisten richtig Sympathie entwickelt, andere dagegen abgrundtief verabscheut... oder sich nur noch gewundert.
Ein nettes Buch, das mal wieder in meiner Heimat spielt. Ich habe mir fest vorgenommen, endlich auch mal den Johannisfriedhof anzusehen. Das Viertel, in dem er sich befindet, ist auch sehr nett.
Wegen der oben genannten Schwächen würde ich dem Buch auf der Schulnotenskala eine 3 oder 3- geben. Dennoch ist die Lesezeit nicht vergeudet.