Hörbücher im Radio

  • Murakami <3

    Und dann liest noch Frank Arnold - ein Traum!

  • Hört noch jemand mit oder konsumieren alle nur?


    Die erste Geschichte um eine verschwundene Charlie Parker Scheibe bietet einen gelungenen Einstieg in das Hörbuch.

    Murakami spielt wie gewohnt mit Ebenen von Raum und Zeit und am Ende fragt sich der Hörer, ob er oder der Protagonist einer Täuschung erlegen ist.

    In der zweiten Geschichte bedient sich der Altmeister eines weiteren und Murakamikennern nicht unbekannten Aufhängers: des Zufalls. Ihm geht eine vergangene Liebesgeschichte voraus, die Jahrzehnte später den Ich-Erzähler und den Bruder des Mädchens zusammenführt. Die eigentlichen Akteure, die Beatles und Akutagawa Ryunosuke, stehlen dem zurückgezogenen Bruder, der nur eine Geschichte vorgelesen bekommen möchte, die Show.

    In der dritten Kurzgeschichte trennen sich unsere gemeinsamen Interessen; Murakamis Leidenschaft für Baseball kann ich nichts abgewinnen und ebenso nicht seiner Euphorie für das Ballspiel in dieser Erzählung.

    Mit der vierten Geschichte begibt Murakami sich wohlwissend auf ein gefährliches Territorium. Er erzählt von der Begegnung mit einer hässlichen Frau, mit der er die Leidenschaft für klassische Musik teilt. Wie Murakami sich eingesteht, erliegt er wie auch sein Leser dem Vorurteil, von der Hässlichkeit einer Frau auf ihr Inneres zu schließen, um sich entschuldigend einzugestehen, sich selbst vorgeführt zu haben. Das vielversprechende Ende des heutigen Hörspielabschnitts lässt darauf hoffen, am Montag eine überraschende Wendung zu nehmen.

    Nach fünf Hörtagen, mäßiger Erwartungshaltung an diesen Erzählband und der überzeugenden Leseleistung Frank Arnolds kann ich nur ermutigen, der Lesung auf NDR Kultur eine Chance einzuräumen.

  • Salonlöwin

    Danke Dir für die Motovation. :-)


    Mir fehlt aktuell leider oft die Konzentration.

    "It is our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities." Albus Dumbledore
    ("Vielmehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.")


    "An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die Schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern."

    Erich Kästner.

  • Ich habe die beiden ersten Murakami Folge gehört und werde wohl auch die weiteren hören.

    Vorgelesen gefallen mir die Geschichten ganz gut.



    Im Moment bin ich gut mit der Proust Lesung auf RBB beschäftigt. Da käme ich nie auf den Gedanken, das Buch zu lesen, aber die 30 Minuten Häppchen jeden Tag sind für mich genau die richtige Dosis, nicht zwischendurch in meinen eigenen Gedanken zu versinken. :grin

  • Rumpelstilzchen

    Klingt gut, werde ich morgen früh mal reinhören.


    Auf dem Heimweg fange ich gleich mit diesem an, dafür hatte ich mir schon vor Wochen eine Erinnerung ins Handy eingestellt:


    Patrick Modiano - Unsichtbare Tinte


    Der neue Roman des Literaturnobelpreisträgers

    Wer ist Noëlle Lefebvre? Warum verlor sich ihre Spur? Und welche Erinnerung wird für Jean zum Schlüssel seiner Suche? Wort für Wort schließt sich die außergewöhnliche neue Geschichte des Nobelpreisträgers Patrick Modiano wie ein magischer Kreis.

    Jean Eyben ist knapp zwanzig, als er für einige Monate in einer Pariser Detektei anheuert und auf die verschwundene Noëlle Lefebvre angesetzt wird. Alle Hinweise führen ins Leere, doch das alte Rätsel lässt Jean auch Jahre später nicht los. Da sind die Namen von Noëlles Kontakten, das damals heimlich entwendete Dossier und ihr sporadisch geführter Kalender mit dem geheimnisvollen Satz »Hätte ich gewusst …«. Als Jean einen Jugendfreund trifft, erscheint ihm ein Detail plötzlich erstmals von Bedeutung: Noëlle Lefebvre stammt »aus einem Dorf in der Umgebung von Annecy«. So wie er selbst.


    Ein verblüffender, tief berührender Roman über die Hoheit der Erinnerung und die Deutung der eigenen Geschichte.

    https://www.ndr.de/ndrkultur/s…k-Modiano,modiano118.html


    Könnte (fast) ungekürzt sein, laut Verlag sind es 196 Minuten und im Radio sieben Folgen mit je etwas unter 30 Minuten. :-)

    https://www.hoerbuch-hamburg.d…o-unsichtbare-tinte-5902/

    "It is our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities." Albus Dumbledore
    ("Vielmehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.")


    "An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die Schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern."

    Erich Kästner.

  • Die erste Folge von "Aufzeichnungen eines Serienmörders" habe ich gerade beendet.

    Der Einstieg hat mich noch nicht völlig überzeugt; bisher hört sich die Geschichte stark konstruiert an.

    Martin Feifels rauchige Stimme ist gewiss passend gewählt, dennoch gewöhnungsbedürftig.


    Ob noch jemand mithört, frage ich besser gar nicht erst. Momentan scheint hier im Forum - wie auch andernorts - die Luft raus zu sein.

  • Salonlöwin

    Wollte Montag direkt anfangen, doch leider fehlten mal wieder Zeit und Konzentration. Bei mir ist nicht die Luft raus, es mangelt seit gut einem Jahr schlicht an Zeit. Aber besser zu viel Arbeit als zu wenig.


    Danke Dir für die Erinnerung. :)

    "It is our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities." Albus Dumbledore
    ("Vielmehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.")


    "An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die Schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern."

    Erich Kästner.

  • Ich höre zur Zeit

    Unsichtbare Tinte – Patrick Modiano

    auf NDR Am Morgen vorgelesen.


    2 Folgen gehört, jetzt heißt es warten, bis es Montag weitergeht.


    Kurzbeschreibung:

    Ein noch sehr junger Mann wird von einer Detektei in Paris angeheuert, er soll eine verschwundene Frau aufspüren. Doch die gesuchte Madame Lefebvre erweist sich als unauffindbar. Viele Jahre später treibt Jean Eyben das Mysterium wieder um. Infolge einer speziellen Begegnung gewinnt ein Detail Gewicht: Die Verschwundene stammte aus der Nähe von Annecy, wie Jean Eyben selbst. Wer ist die Frau? Und wer ist Jean? Was hat es mit der "unsichtbaren Tinte" auf sich?



    ASIN/ISBN: 3957132347

  • Ich zögere noch mit diesem Hörbuch.

    Im Zuge einer Haushaltsauflösung hielt ich kürzlich "Im Café der verlorenen Jugend" in den Händen und nach erstem Anlesen habe ich das Buch zurück ins Regal gestellt.

    Mein erster Eindruck ging in die Richtung, eine am Reißbrett entstandene Geschichte zu lesen. Kann eine Paris-Geschichte nicht ohne Moulin Rouge, Café und Liebe zu einem Schriftsteller auskommen?

    Vielleicht ist "Im Café der verlorenen Jugend" auch nicht der beste Einstieg in das umfangreiche Werk des Autors und ich sollte es tatsächlich mit dem Hörbuch versuchen.

  • Die ersten zwei Kapitel von "Unsichtbare Tinte" sind gehört. Den Privatdetektiv stelle ich mir als eine Mischung aus Jules Maigret, Philip Marlowe und Jean Abel vor.

    An Walter Kreyes Vortrag gibt es nichts auszusetzen, auch wenn ich seine Stimme eher einer Figur im sonntagabendlich seichten Fernsehprogramm des ZDF zuordnen würde.


    Die Vorschau ab April liegt mittlerweile vor:

    https://www.ndr.de/ndrkultur/s…esen/amvuebersicht242.pdf

  • Die erste Folge von "Aufzeichnungen eines Serienmörders" habe ich gerade beendet.

    Der Einstieg hat mich noch nicht völlig überzeugt; bisher hört sich die Geschichte stark konstruiert an.

    Martin Feifels rauchige Stimme ist gewiss passend gewählt, dennoch gewöhnungsbedürftig.

    Ich höre diese Lesung jetzt doch mit, obwohl ich den Roman bereits gelesen hatte.

    Doch mir gefällt der Sprecher und ich muss zugeben, dass ich beim Lesen das Ende nicht ganz kapiert hatte.


    Salonlöwin , wie ist Dein weiterer Eindruck inzwschen?


    ASIN/ISBN: 3941009729

  • Ich kam die Tage zu nichts, möchte aber noch weiterhören.


    Da die Mediathek "Unsichtbare Tinte" nur sieben Tage zur Verfügung stellt, habe ich dieses Hörbuch weiterverfolgt.

    Die Geschichte ermüdet mich (die ich ohnehin schon schläfrig bin). Die Beschreibungen des Detektivs, seine Art mit Zeugen Befragungen durchzuführen und seine Wege durch Paris sind stilistisch nicht zu bemängeln, gewiss nobelpreiswürdig, doch mich packen sie nicht. Frankreich, besser Paris bleibt mir fremd, unnahbar und ebenso ergeht es mir mit seinen Bewohnern. Diese Art des Erzählens erinnert mich übrigens an Fred Vargas' Romane. An ihrer Erzählkunst gibt es nichts zu bemängeln, doch emotional haben mich ihre Kriminalromane nicht berührt.

  • Die "Aufzeichnungen des Serienmörders" habe ich nunmehr bis Folge 5 gehört.

    Nach längerem Hören gewinnt die Geschichte. Als ewas irritierend empfinde ich die wechselnden Stimmen des Ich-Erzählers durch den Hörbuchsprecher, sich verstellend im Dialog mit anderen Personen, klar zu sich im inneren Monolog.

    Eben der Stimmwechsel ist es auch, der die Handlung auf Leser und Hörer mutmaßlich völlig anders wirken lässt.

    Bemerkenswert sind die Selbstbeobachtungen des an Demenz erkrankten Protagonisten, der seinen Verfall wahrnimmt und innerlich dokumentiert.

    Der Erzählton ist weitestgehend nüchtern und spricht mich an, weshalb ich die Geschichte auch weiterverfolgen werde.